Aus der Praxis:
Führung, wenn es
darauf ankommt.
Friedehorst Teilhabe Leben gGmbH, Bremen (2025)
Krisenintervention und Neuaufbau nach Gewaltvorwürfen

AUSGANGSSITUATION
Eine existenzielle Krise im Modellprojekt Intensiv Betreutes Wohnen für Erwachsene mit Behinderungen:
- Gewaltvorwürfe gegen Mitarbeitende und Führungskräfte
- strafrechtliche Ermittlungen
- Freistellung von neun Mitarbeitenden sowie der Einrichtungs- und pädagogischen Leitung
- Belegungsstopp und erheblicher Druck durch Aufsichtsbehörden
Betroffen waren Menschen mit stark herausforderndem Verhalten, Autismus-Spektrum-Störungen und psychischen Erkrankungen – eine Klientel, die besondere Stabilität und Verlässlichkeit in der Betreuung erfordert.
AUFTRAG
Übernahme der Bereichsleitung mit Personalverantwortung für ca. 40 Mitarbeitende. Sicherstellung der Betreuung im laufenden Betrieb, Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit, Neuaufbau von Führungs- und Teamstrukturen.
VORGEHEN
Ich sicherte zunächst die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner und stabilisierte die verbliebenen Teams vor Ort. Parallel koordinierte ich die umfangreichen Auflagen der Wohn- und Betreuungsaufsicht – von Gewaltschutzschulungen über die Entwicklung individueller Begleitkonzepte bis zur konzeptionellen Neugestaltung freiheitsentziehender Maßnahmen. Die Einrichtungs- und beide Teamleitungsstellen wurden neu besetzt und eingearbeitet, ein neuer Sicherheitsdienst gewonnen und geschult. Die enge Abstimmung mit Fachbehörden, Betreuungsbehörde sowie den rechtlichen Betreuerinnen und Betreuern und Angehörigen gehörte ebenso zum Alltag wie die Mitwirkung an der externen Aufarbeitung der Krise.
ERGEBNIS
Der Betrieb wurde unter schwierigen Rahmenbedingungen stabilisiert, die Arbeitsfähigkeit der Organisation wiederhergestellt und tragfähige Führungs- und Teamstrukturen geschaffen – als Grundlage für die fachliche und strategische Weiterentwicklung des Angebots.

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Herr Dr. Biehl hatte keine Angst vor Konflikten und suchte das konstruktive, lösungsorientierte Gespräch mit allen Beteiligten. Seine analytische Art hat sehr dabei geholfen, die notwendigen Prozesse zu priorisieren und richtig zu strukturieren.
Wir halten Herrn Dr. Biehl als Führungskraft in Krisensituationen für hervorragend geeignet und können ihn uneingeschränkt empfehlen.
Bernd Schmitt, Geschäftsführer, Friedehorst Teilhabe Leben gGmbH
Caritasverband für Ostthüringen e. V. – ABW Gera und Altenburg (2024–2025)
Krisenüberwindung und Leitungsnachfolge im Ambulant Betreuten Wohnen

AUSGANGSSITUATION
- Eskalierende Konflikte zwischen Leitung und Team
- mehrere Kündigungen von Fachkräften
- ein Teamleiter, der seine Funktion nicht mehr ausüben wollte
- und die reale Gefahr, dass die Dienste an beiden Standorten zusammenbrechen.
AUFTRAG
Sicherung der Dienste des Ambulant Betreuten Wohnens in Gera und Altenburg, Stabilisierung der Teams, Beruhigung der Kostenträger und geregelte Übergabe an eine neue Leitung.
VORGEHEN
Ich stabilisierte beide Standorte, baute in kurzer Zeit eine konstruktive Arbeitsatmosphäre auf und coachte den vorhandenen Teamleiter intensiv – mit dem Ergebnis, dass er seine Aufgabe bis zur Übergabe mit vollem Einsatz weiterführte. Eine gemeinsam erstellte Ist-Analyse führte zu gezielten Prozessoptimierungen. Die Kommunikation mit den Sozialämtern stellte ich auf eine klare, transparente Grundlage. Neue Fachkräfte und eine Nachfolgerin für die Teamleitung wurden gewonnen; die Übergabe der Leitungsverantwortung wurde sorgfältig organisiert und begleitet.
ERGEBNIS
Beide Standorte wurden in deutlich kürzerer Zeit stabilisiert als erwartet – zur ausdrücklichen Freude auch der Kostenträger.

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Die Krise konnte schneller gemeistert und überwunden werden als ursprünglich erhofft.
Herr Dr. Biehl hat die ihm übertragene anspruchsvolle und schwierige Aufgabe beispielhaft gelöst und es dabei zu keinem Zeitpunkt versäumt, die Geschäftsführung regelmäßig über alle Schritte und die damit verbundenen Risiken und Chancen zu informieren.”
Ivonne Höhn, Geschäftsführerin, Caritasverband für Ostthüringen e. V.
SOS-Kinderdorf Brandenburg (2023–2024)
Einrichtungsleitung und strategische Neuausrichtung
AUSGANGSSITUATION
- Wiederholte Führungswechsel hatten die Einrichtung destabilisiert – eine verlässliche Leitung fehlte.
- Strukturelle Unsicherheiten belasteten die interne Zusammenarbeit und die Beziehungen zu externen Partnern.
- Wachsende Anforderungen an Qualitätssicherung und Kinderschutz erforderten eine grundlegende Neuausrichtung.
AUFTRAG
Übernahme der Einrichtungsleitung mit Gesamtverantwortung für ca. 56 Mitarbeitende in pädagogischen, personellen und finanziellen Belangen.
Ziel: die Einrichtung stabilisieren, verlässliche Führungs-strukturen aufbauen und sie fachlich wie strategisch neu ausrichten.
VORGEHEN
Ich klärte und baute Führungs- und Verantwortungsstrukturen neu auf und stabilisierte die Einrichtung im laufenden Betrieb. Qualitätsstandards wurden weiterentwickelt, insbesondere im Bereich Kinderschutz. Parallel stärkte ich die interne Zusammenarbeit und baute die Beziehungen zu Jugendhilfeträgern, Kooperationspartnern und der regionalen Öffentlichkeit systematisch aus. Die betriebswirtschaftliche Verantwortung umfasste die Akquisition von Fördermitteln und die Verhandlung von Leistungsentgelten.
ERGEBNIS
Die Einrichtung wurde nachhaltig stabilisiert, die interne Zusammenarbeit wiederhergestellt und die Positionierung gegenüber externen Partnern und im regionalen Umfeld deutlich verbessert.
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Das Engagement von Herrn Dr. Biehl hat unsere Erwartungen stets übertroffen und sich sehr positiv auf die Zusammenarbeit und die Arbeitsatmosphäre im Kinderdorf ausgewirkt.
Besonders haben wir die Eigen-initiative und lösungsorientierte Herangehensweise geschätzt. Herr Dr. Biehl verfügt über ein profundes Fachwissen im Bereich der Leitungs- und Steuerungsaufgaben, das er jederzeit sicher und zielgerichtet in der Praxis einsetzte.“
Carolin Dümer, Regionalleitung Nord-Ost, SOS-Kinderdorf e. V.
Caritasverband für Ostthüringen e. V. – Haus Emmaus, Gera (2022–2023)
Restrukturierung und Führungsneuaufbau in der Kinder- und Jugendhilfe

AUSGANGSSITUATION
Ein ungeplanter Leitungswechsel traf eine Einrichtung, die bereits unter erheblichem Druck stand:
- massiv gestörtes Vertrauen der Belegschaft in die Führung
- dauerhafter Personalengpass, hoher Krankenstand und eine Belegung, die sich nur schwer stabilisieren ließ.
AUFTRAG
Übernahme der Einrichtungsleitung für das Haus Emmaus – eine stationäre Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit bis zu 18 jungen Menschen in drei Wohngruppen. Sicherstellung des operativen Betriebs, Analyse der Strukturen und Prozesse, Entwicklung und Umsetzung notwendiger Veränderungsmaßnahmen.
VORGEHEN
Ich verschaffte mir schnell einen Überblick über Schwachstellen und Handlungsspielräume und ging den Problemstellungen mit Beharrlichkeit und Konsequenz auf den Grund. Eine professionelle Neugestaltung der Dienstplanung unter aktiver Einbeziehung der Mitarbeitenden schuf das Vertrauen, das zuvor gefehlt hatte. In der Personalpolitik setzte ich auf drei Hebel gleichzeitig: langfristige Bindung leistungsstarker Mitarbeitender, gezielte Gewinnung neuer Fachkräfte und die Entwicklung vielversprechenden Nachwuchses. Die verbesserte Personalsituation schuf die Voraussetzung für eine nachhaltige Steigerung der Belegung.
ERGEBNIS
Stabiler Betrieb, deutlich verbesserte Personalsituation, gestiegene Belegung und ein akzeptierter Führungsrahmen – sowie eine strukturierte Einarbeitung der dauerhaften Nachfolgerin.

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In der Krisenbewältigung zeigte er ein ausgeprägtes Durchhalte-vermögen sowie die notwendige Stressresistenz, um auch in schwierigen Phasen und Situationen Ruhe und Gelassenheit bewahren und ausstrahlen zu können.
Besonders hervorheben möchten wir seinen steten Blick für das Große und Ganze, sein außerordentliches Kommunikationstalent sowie seine absolute Zuverlässigkeit und Loyalität.“
Ivonne Höhn, Geschäftsführerin, Caritasverband für Ostthüringen e. V.
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